TSV Wiernsheim – SC Hohenhaslach II   4:1


Wie steckte der TSV den ersten Punktverlust der Saison vom vergangenen Sonntag weg? Anspiel Hohenhaslach, langer Ball von hinten, Stellungsfehler, passive Zweikampführung, Abschluss, Tor! Ungefähr so steckte man das Ganze weg! 0:1 nach 20 Sekunden, Donnerwetter! Alles was man sich vorgenommen hatte, wankte so nun natürlich bedenklich. Verbal waren die Meisten schon wieder auf 180, was eine kontrollierte Aufholjagd nahezu unmöglich machte. Trotzdem schaffte man es irgendwie die Kurve zu kriegen und wieder einen halbwegs sicheren Ball zu spielen.


Es gab zwar immernoch einige Kapitale Aussetzer, doch das Heft war nun fest in Wiernsheimer Hand. Mit jeder vergebenen Chance stieg allerdings die Beunruhigung, die Beine wurden nervös, die Diskussionen hitziger. Zur Halbzeit lag man trotz bester Gelegenheiten immernoch mit 0:1 zurück! Flächendeckende Unzufriedenheit war die Folge. In Durchgang 2 zeigte die Mannschaft dann aber Charakter. Trotz aller ungünstigen Umstände behielt man die Ruhe, setzte entschlossener nach, ging früher drauf und spielte konzentriertere Bälle. In Kombination mit den nachlassenden Kräften der Hohenhaslacher, ergab sich so ein Spiel auf ein Tor. Man musste sich aber noch etwas gedulden bis zum erlösenden 1:1. Erst als Sturmtank Erol wieder einmal im Strafraum zu Boden gebracht wurde, gab es Elfmeter, welchen Vitale gewohnt sicher verwandelte.


Nun war der Knoten endgültig geplatzt. Motivation und Selbstvertrauen kehrten zurück. Schöne Spielzüge und weitere Treffer waren die Folge. Einen klasse Gassenpass von Vitale legte Schellin überragend in die Mitte, wo „Shaq“ Ebert seelenruhig vollstrecken konnte. Das 3:1 besorgte eine gut aufgelegter Schellin dann mit einem platzierten Schuss ins lange Eck selbst. Den 4:1 Endstand markierte Rasim Deli mit einer schönen Finte und einem trockenen Abschluss. Am Ende stand zwar ein deutlicher Sieg gegen ein Zweite Mannschaft der besseren Kategorie zu Buche, Kompliment an Hohenhaslach, wirklich zufrieden konnte man allerdings nicht sein. Wieder gab es zu viele Unkonzentriertheiten, Egoismen und verbale Entgleisungen. Hier muss sich jeder schleunigst an der eigenen Nase packen, ansonsten könnten Erfolg und Stimmung schnell kippen! Zusammenreißen, Mannschaft und Verein in den Vordergrund stellen, Gas geben!


Es spielten: Reinhold Baral, Jörg Schöbinger, Christian Scharf, Tobias Neubert, René Wendel, Andy Wieser, Domenico Vitale, Kevin Schellin, Nils Ebert, Sandro Zundel, Rasim Deli, Kevin Gavra, Kevin Braun, Thomas Kalliou