Häfnerhaslach - TSV Wiernsheim 0:7

Sehr sehr holprig lief das Auswärtsspiel gegen die bis dato ungeschlagene Zweite aus Häfnerhaslach an. Die komplette Offensivabteilung der Wiernsheimer fiel aus: Pirrera und Zundel laborieren an Fußverletzungen, Schellin sitzt noch seine Rotsperre ab und Ebert musste beruflich einer Messe beiwohnen. Zudem fing sich Rechtsverteidiger Schöbinger bei seinem Junggesellenabschied in der Nacht zuvor noch eine ganz fiese Grippe ein… Immerhin bekam die TSV-Familie unter der Woche noch Zuwachs durch den Veteranen Rasim „Erol“ Deli, der trotz seiner 37 Lenze noch einmal Bock hat seine Fussballschuhe in Wiernsheim zu schnüren. Und wie er das tat: Schon nach wenigen Minuten war Erol über Rechts in den Strafraum eingedrungen und wurde mit dem uncleversten Tackling des Jahres von den Beinen geholt. Elfmeter, Vitale, 0:1! Nach der frühen Führung nahmen die Wiernsheimer dann zum Leidwesen ihres Trainers völlig unnötig etwas den Fuss vom Gas. Immerhin war die Heimelf an Harmlosigkeit nicht zu überbieten, so dass wenigstens hinten gar keine Gefahr bestand. Vorne stand man sich dafür oft selbst im Weg oder agierte zu unkonzentriert, bzw. zu unengagiert. Immerhin hatte uns neuer Freund Erol Spass am Spiel und vollendete bei seinem zweiten Auftritt im Strafraum eiskalt selbst. 0:2! Insgesamt war fast ausschließlich der Gast aus Wiernsheim Ball, souverän, aber ohne dabei allzu viel Druck zu erzeugen. Nach einer bestimmten Kabinenansprache von Coach Köksal besserte sich dies aber. Das 0:3 besorgte einmal mehr Rasim Deli, nach feinem Ball von Kalliou, welcher nach dem Seitenwechsel ordentlich aufdrehte und viele gute Szenen hatte. Danach war Einiges geboten an der Kaptiänsfront. Gavra hatte unter Woche selbst um eine Rückversetzung in die Position des Stellvertreters gebeten, um sich etwas Last von den Schultern zu nehmen. Total befreit schob er einen langen Allegro-Ball in der Folge cool zum 0:4 ins lange Eck. Kurz darauf der unschöne Teil: Der neue Kapitän Zywicki verletzte sich am Knie und musste runter. Eine genaue Diagnose steht noch aus, die Vorzeichen verheißen allerdings gar nichts Gutes… Toi toi toi, Sebi! Inzwischen war auch die leider schon traditionelle Häfnerhaslacher Atmosphäre entstanden: Grobe Aktionen auf dem Feld, wüste verbale Szenen von außerhalb, ein überforderte Referee in der Mitte… Kraftwürfel Erol war davon unbeeindruckt und wurde wieder einmal im Sechzehner von den Beinen gekloppt. In guter alter Butt-Manier vollstreckte den fälligen Elfer Keeper Baral souverän. 0:5! Gegen Ende durfte einmal mehr der gut aufgelegte Gavra zu seinem zweiten Treffer zum 0:6 jubeln. Den Schlusspunkt setzte der immer offensiver werdende Außenverteidiger Wendel mit dem 0:7.

Souverän nahm der völlig umgestellte TSV auch diese Hürde und kann nun mit gutem Gefühl, jedoch ohne im Training nachzulassen, ins spielfreie Wochenende gehen und schauen was die Konkurrenz macht. Yippie!

Es spielten: Reinhold Baral, Tobi Neubert, Cihangir Köksal, Andy Wieser, René Wendel, Domenico Vitale, Sebastian Zywicki, Christian Scharf, Kevin Gavra, Thomas Kalliou, Rasim „Erol“ Deli, Gino Allegro, Kevin Braun